Die Fleher Brücke wird wie die Theodor-Heuss-Brücke abgerissen und neu gebaut. Beide Brücken sind wegen ihrer Schrägseil- Konstruktion Bestandteil der „Düsseldorfer Brückenfamilie“, zu der auch die Flughafenbrücke, Oberkasseler Brücke und Kniebrücke gehören. dib setzt sich bei Neubauten für den Erhalt des Erscheinungsbilds der „Düsseldorfer Brückenfamilie“ ein. Für den Neubau der Fleher Brücke hat sich eine Initiative gegründet, die sich mit den Ersatzneubauten während der Abriss- und Bauzeit beschäftigt. Die „Fleher Brücken Initiative“ fordert die Ost-Variante beim Brücken-neubau – für Lebensqualität, Gesundheit und Sicherheit.
Die Fleher Brücke
Ersatzneubau Fleher Brücke
Die „Fleher Brücken Initiative“ setzt sich im Rahmen des geplanten Ersatzneubaus der Rheinbrücke bei Düsseldorf mit Nachdruck für die sogenannte Ost-Variante ein – eine östlich verlaufende Trasse, die weiter von Flehe entfernt liegt als die übrigen Planvarianten. Der geplante Ersatzneubau soll die derzeit 42 Meter breite Bestands-brücke ersetzen. Vorgesehen ist der Bau von zwei parallelen Brücken, jeweils 25 Meter breit, mit einem Abstand von 8 bis 10 Metern dazwischen. Das bedeutet: Die neue Brückenanlage wird insgesamt rund 60 Meter breit – also mindestens 18 Meter breiter als die aktuelle Konstruktion.
Ersatzneubau Variante West
Geplant sind vier Trassenvarianten: drei westliche und eine östliche. Die westlichen Varianten verlaufen näher am bewohnten Stadtteil Flehe. Die Ost Variante hingegen führt östlich – mit dem größten Abstand zu den Wohnge-bieten und dem besten Schutz für die rund 5.000 Anwohnerinnen und Anwoh-ner von Flehe und Volmerswerth. Warum die „Fleher Brücken Initiative“ die Ost-Variante fordert: Weniger Lärmbelastung für die Anwohner, weniger Feinstaub und Abgase, höhere Lebens- und Wohnqualität, bessere gesundheitliche Rah-menbedingungen, mehr Abstand zwischen Schwerlastverkehr und Wohnraum.
Ersatzneubau Variante Ost
Die westlichen Varianten beinhalten zudem längere Brückenführungen mit Kurvenbögen – was zusätzlichen Lärm verursacht und aufgrund der engen Raumführung eine ungünstige Lösung darstellt. Die „Fleher Brücken Initiative“ wird in ihrem Anliegen von der Stadt Düsseldorf sowie von Landes- und Bundespolitikern unterstützt. Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit politischen Entscheidungsträgern und Expertinnen und Experten – und setzen uns gemeinsam für eine tragfähige und menschenfreundliche Lösung ein. Die Planung wird Ende des Jahres 2025 oder Anfang 2026 von der Autobahn GmbH Krefeld abgeschlossen sein. Danach wird der Entwurf dem Planfeststellungsamt zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt. Jetzt ist der Zeitpunkt, Einfluss zu nehmen und Weichen für die richtige Entscheidung zu stellen. Wir rufen dazu auf, unsere Petition für die Ost-Variante zu unterstützen.
Fleher Brücke Initiative vom 30.7.2025
<i.A. Maria Korfmacher und Ursel Schiffer 8/25, Bilder: Initiative>