Die Bevölkerungszuwanderung Düsseldorfs hat 2015 ihren Höhepunkt erreicht. Seitdem ist sie rückläufig. Die Zuwanderung nach Düsseldorf nimmt (auf hohem Niveau) ab.

Wirkt sich inzwischen der hochpreisige Wohnungsmarkt bremsend auf die Zuwanderung aus?
„Düsseldorf ist eine dynamische Stadt, die sich stetig weiter entwickelt und verändert. Ihre gesellschaftlichen, politischen und technologischen Veränderungen wirken sich auf die Lebens- und/ oder Arbeitswelten aller aus. Nach wie vor übertrifft das Wachstum der Düsseldorfer Bevölkerung alle berechneten Prognosen“, so die Aussage der Stadt im Eingangstext des  geplanten Raumwerk D.

Stimmt die Aussage, dass das Bevölkerungswachstum ungebrochen ist?
Nach der Wanderungsstatistik der letzten Jahre kann diese Aussage nicht aufrecht erhalten werden. Wie der oben dargestellten Wanderungsstatistik entnommen werden kann, ist die Zuwanderung seit 2015 rückläufig. Der Wanderungsgwinn, also die Zunahme der Stadt, nimmt insgesamt leicht ab.
Das Bevölkerungswachstum Düsseldorfs wurde weitgehend von den Wanderungsgewinnen der Bevölkerung mit ausländischer Staatsangehörigkeit aus der ganzen Welt bestimmt, die inzwischen rückläufig sind. Seit Jahren zieht aus Düsseldorf mehr deutsche Bevölkerung weg, als deutsche Bevölkerung zuzieht. Seit 2017 hat sich deren stetiger Wanderungsverlust leicht verstärkt. Das geht  auch auf den zunehmenden Wegzug junger Familien aus Düsseldorf zurück. Vor allem hohe Immobilienpreise und Wohnkosten sind Gründe für den Umzug ins Umland.

Ist das schon der Beginn einer Trendwende der Düsseldorfer Stadtentwicklung?
Wenn sich der sich jetzt zeigende Trend in den nächsten Jahren verstetigen wird, kann von einer Trendwende gesprochen werden. Utopisch erscheint jedoch wegen der Flächenknappheit die Unterbringung der prognostizierten 704 000 Einwohner im Stadtgebiet, zumal auch die Zahl der jährlich fertiggestellten Wohnungen nicht die Zielzahl von Jährlich 3000 Wohnungen erreicht und sogar 2018 auf 2017 rückläufig ist.

<HF  11/2019>